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Hätten Kinder die Wahl zwischen Handwerksunterricht oder Sport, so würden sie vermutlich jederzeit Sport wählen - und auch ich war keine Ausnahme. 

15 Jahre später verspüre ich mehr und mehr Neugierde für Materialien und strebe nach der Philosophie, dass ein Designer nur insofern mit seinem schnelllebigem Umfeld agieren kann, als dass er die Mitentwicklung dessen Werkzeuge kennt und finde mich dabei auf der Werkbank wieder. Aber Kontraste gestalten das Leben eben reicher!

Bevor ich diese Erkenntnis haben durfte, beschritt ich zuerst den klassischen Weg als Kauffrau in einem Textilunternehmen. Immer mal wieder habe ich damit gerungen, dass exotische Berufe in der Agglomeration nicht so omnipräsent sind und dann aus lauter Wissensdurst doch den Ausbruch gewagt.

So tauschte ich nicht nur die Branche radikal, auch das angedachte Wirtschaftsstudium wurde einem überzeugenderen Mathegenie überlassen. Ich begab mich lieber in die Kreativschiene und gewann dabei zwar nicht viel Ruhm, dafür eine Leidenschaft fürs Leben dazu. Das Studium als Multimedia Produzentin stellte sich als optimale Alternative heraus, voller Enthusiasmus atmete ich über drei Jahre die Diversität von crossmedialem Storytelling ein. Bereit, Geschichten zu schreiben, die nicht nur nach einem fiktivem Happy End der Gebrüder Grimm tönen, sondern zielgruppenspezifisch für nachhaltige Kommunikationslösungen sorgen. In Zürich als Projektleiterin den Einstieg in die Branche gewagt. „Trial-and-error“ war das Prinzip, doch der freie Fall blieb aus. Aus Neugier dann doch die Veränderung gesucht. In Räumen, wo Marken zu Erlebnissen werden, meine Begeisterung gefunden. Plötzlich Architektur-Vokabular benutzt, Design-Programme verwendet und in Ausstellungen den eigenen Namen entdeckt.

Als analoge Person stets die Herausforderung am digitalen Gegenpol geliebt, gemeinsam mit Designern für verrückte Ideen geblüht und dabei das grosse Ganze nie aus den Augen verloren - die Begegnung mit Menschen, und sei sie nur auf dem Sportplatz.